4×4 Offroad in Thailand, eine 5 Tages Rundfahrt

Erschienen am 8. Februar 2019

Wenn man an Thailand denkt, denkt man an Großstädte wie Bangkok, Chiang Mai und Nonthaburi. Man denkt an Tempel, exotische Tiere und traumhaft weiße Strände mit türkisem Meer. Aber Thailand hat so viel mehr zu bieten, als man sich vorstellen kann. Wir entschieden uns, Thailand auch von einer anderen Seite kennenlernen zu wollen und googelten nach „Offroad-Thailand“. Sofort stießen wie auf die Internetseite Explore 4×4 Thailand.

Aus Neugierde beschlossen wir, den Anbieter dieser Offroad Tour auf Facebook anzuschreiben. Wir wollten genauere Informationen und Angebote für unser Vorhaben bekommen.

Alan der ursprünglich aus England kommt und Thailand, um genauer zu sein Chiang Mai, zu seiner zweiten Heimat gemacht hat, antwortete sehr rasch. Er empfahl uns die 5 tägige Tour, da diese die beliebteste sei. Von der Abenteuerlust gepackt, schrieben wir Alan erneut an und brachten alles unter Dach und Fach.

Ungefähr zwei Monate vor unserer Abreise überwiesen wir Alan 40% des Gesamtpreises. Gleich ein paar Tage darauf bekamen wir auch schon die Rückmeldung, dass das Geld angekommen sei. Von Anfang an fühlten wir uns sehr gut aufgehoben bei Alan. Er organisierte uns auch eine sehr Preiswerte Unterkunft für die Nächte vor und nach unserem großen Abenteuer.

Ankunft in Chiang Mai, es kann losgehen!

Anfang September, war es dann endlich soweit. Aufgeregt fuhren wir zum Flughafen Penang. Von dort aus flogen wir über Bangkok nach Chiang Mai. Alan holte uns vom Flughafen Chiang Mai ab und brachte uns zum Little Village, in dem wir die Nacht vor der Tour verbrachten. Unter diesem Link findet ihr auch viele andere tolle Hotels in Chiang Mai.

Nach dem wirklich vorzüglichen Frühstück fuhren wir mit Alan zu seiner Werkstatt.

Schon von weitem konnten wir unser Offroadgefährt für die nächsten fünf Tage sehen. Ein Suzuki Caribbean, modifiziert für Offroadfahrten. Unsere Tour-Guides Tui und Jack erwarteten uns bereits mit Vorfreude. Normalerweise hat man „nur“ einen Tour-Guide, aber in unserem Fall musste Jack die Strecke lernen und so kamen wir zur Ehre, zwei Tour-Guides zu haben. Wir machten uns kurz mit dem Auto vertraut.

  • Handschaltung links
  • Zuschaltbarer Allradantrieb
  • Umschalten auf die niedrig untersetzten Gänge
  • Linksverkehr (gleich wie in Malaysia)

Danach luden wir unser Gebäck ein und los ging es.Tui und Jack fuhren immer voraus und wir wussten eigentlich nie so richtig wohin es ging. Aber das wollten wir auch gar nicht, das machte das Ganze noch viel spannender.

Essen Elefanten Bananen?

Schon am ersten Tag erfüllte sich einer meiner Wünsche, einen Elefanten zu berühren und mit Bananen zu füttern. Für die Mittagspause hatten sich Tui und Jack immer sehr nette Cafés oder kleine Restaurants ausgesucht. Diese Mittagspause machten wir zu Beispiel im The Maewin Coffee Rider halt.

Dort nutzten wir gleich das freie W-LAN um die Software unserer Drohne auf den neuesten Stand zu bringen und die landesspezifischen Daten herunterzuladen.

W-LAN gab es übrigens fast überall auf unserer Reise, selbst in den kleinsten Cafés mitten in der Pampa hatten wir super Empfang. Nach einem ausgezeichneten Thunfischsandwich und frischen Fruchtsäften ging es dann weiter.

Vorbei an kilometerlangen Feldern, führte unser Weg zum Wachirathan Wasserfall, zu wunderschönen Aussichtspunkten und schlussendlich ins Hot Coffee Guest House & Resort, unserer ersten Unterkunft.

Bei der 5-tägigen Tour ist alles organisiert und im Preis inbegriffen. Unterkunft für vier Nächte, Frühstück, Mittagessen, Abendessen, Benzin und die Kühlbox im Auto wird immer ausreichend mit Wasser und anderen anti-alkoholischen Getränken aufgefüllt.

An diesem Tag hatte Rafael Geburtstag. Wir saßen, am Abend, irgendwo im Nirgendwo mit ausgezeichnetem Essen zusammen und stießen mit einem Singha Bier auf seinen Geburtstag an.

Durch das Hochland nach Mae Hong Son

Gestärkt vom super Frühstück ging es weiter, quer durch den Dschungel. Durch den Matsch, vorbei an Wasserbüffel und durch kleine Dörfer mitten im Nirgendwo. Wir legten einige Höhenmeter zurück und schnupperten frische Hochlandluft. Immer wieder blieben wir irgendwo stehen und bewunderten die atemberaubende Aussicht.

Saftige grüne Reisfelder, rote Lehmerde die in der Sonne leuchtet, satt grüne Wälder und ein strahlend blauer Himmel, zauberten uns traumhafte Motive vor unsere Kameralinse.

Wir hatten auch gute Sicht auf den Doi Inthanon. Mit seinen 2.565 m ist er die höchste Erhebung Thailands.

Die Nacht verbrachten wir in Mae Hong Son im Piya Guesthouse. Mae Hong Son ist eine Provinz im Norden Thailands und dessen gleichnamige Hauptstadt sind eingebettet in einer wilden Berglandschaft. Wenn ihr jetzt Lust verspürt euch diesen wunderschönen Teil Thailands näher anzuschauen, haben wir euch hier einen Link bereit gestellt, über den ihr eure Unterkunft in Mae Hong Son buchen könnt.

Wie jeden Abend machten wir uns noch einige Notizen um nichts zu vergessen. Zu Abend gegessen haben wir im Crossroad Bar & Restaurant.

Kayan Long Neck Village

Nach einem Rührei mit Toast und Pancakes im Salween River Restaurant and Bar, ging es weiter zur Bootsanlagestelle. Eine 20-minütige Bootsfahrt brachte uns zum Long Neck Village der Kayan.

Begrüßt von Frauen, die über ein Duzend goldene Ringe um den Hals tragen, erkundeten wir das Dorf. Die goldenen Ringe sind nebenbei bemerkt extrem schwer. Einige Frauen dort weben Tücher, eine andere Frau spielt uns auf ihrer Gitarre ein Lied vor und singt dazu. Ein Mann sitzt auf dem Boden und bemalt selbst geschnitzte Holzfiguren. Natürlich werden hier auch irgendwelche Souvenirs, wie Schlüsselanhänger oder kleine Figuren, die in China angefertigt werden, verkauft.

Jack erzählte uns, dass der Stamm der Kayan, Ende der 1980er Jahre von Myanmar über die Grenze nach Thailand gekommen war. Die thailändische Regierung erlaubte ihnen zu bleiben, unter der Bedingung, dass sie von Touristen besucht werden dürfen.

Wo gibt es das beste Thai-Curry?

Wieder zurück aus dem Dorf, ging es mit dem Auto weiter auf einer kurvenreichen Bergstraße in die kleine aber feine und bei Backpackern sehr beliebte Stadt Pai. Wir fuhren auf der berühmten Strecke mit den 762 Kurven, die von Chiang Mai nach Pai führt und besonders bei Motorradfahrern sehr beliebt ist.

Noch ein kurzer Halt in einem netten kleinen Café, namens ร้านช้างไทย-Coffee Shop und schon ging es weiter.

Wachgerüttelt von einer entspannenden aber auch teils schmerzhaften Massage, trafen wir uns mit Jack und Tui im Charlie und Lek´s Health Restaurant, zum Abendessen. Hier sollte man auf alle Fälle reinschauen, wenn man mal in Pai ist. Das Essen ist nämlich eines der besten, das wir auf unserer Reise auf den Tisch bekommen hatten. Rafael schwärmt heute noch von dem Gelben Curry, welches er dort aß.

Nach dem Essen wollten wir uns noch ein bisschen die Füße vertreten und erkundeten Pais berühmten „Night Market“. Hier kann man alle möglichen Dinge kaufen, von Kleidung und Taschen über Schmuck, bis hin zu Gewürzen und es ist wirklich sehr günstig. Natürlich findet man hier auch die eine oder andere Köstlichkeit.

Falls ihr auch einmal in Pai übernachten wollt, dann zeigt euch der folgende Link einige Hotels in Pai.

Die Ultimative Entspannung!

Wenn man schon einmal in Thailand ist, sollte man sich unbedingt einmal eine richtige, traditionelle, Thai-Massage gönnen.

Wie fühlt sich Offroad fahren eigentlich an?

Am nächsten Tag ging es wieder so richtig „Offroad“ weiter. Wir fuhren durch kleine Bäche und durch Bambuswälder die im Nebel zu verschwinden schienen. Stundenlang ging es über Wurzeln und Steine. Vorbei an den verschiedensten Pflanzen und Schönheiten des Dschungels und immer wieder wurden wir von Schmetterlingen begleitet.

Wer noch nie Offroad gefahren ist, sollte wissen, dass es wirklich viel Spaß macht aber auch richtig anstrengend sein kann. Eine richtige Offroad-Strecke ist fast vergleichbar mit einer alten Holzachterbahn. Man wird so richtig durchgeschüttelt und man muss sich, sowohl als Fahrer, als auch als Beifahrer, gut festhalten.

Es ist ein wahres Vergnügen durch den Matsch, durch Bäche und über Stock und Stein zu fahren. Man fühlt sich dabei frei und wild und alles scheint grenzenlos zu sein.

Nachdem uns auf dem letzten Wegstück, Richtung unserer Unterkunft, der Benzin ausging, schleppten uns Jack und Tui zum nächsten Hotel, in dem wir dann die letzte Nacht unserer Tour verbrachten.

Wann ist die Regenzeit in Thailand?

Diese Tour haben wir Anfang September gemacht. Die sogenannte Regenzeit beginnt im Norden Thailands im Juni und dauert ungefähr bis Oktober an. Natürlich ist das nur eine Faustregel. Falls ihr noch nie in der Regenzeit in Asien wart, dann sollt ihr wissen, dass es nicht Wochenlang in einem Stück durch schüttet. Es regnet hier und da mal. Das kann ein kurzer Schauer sein oder auch ein ausgiebiger Platzregen. Die Durchschnittstemperatur in dieser Zeit beträgt in der Region um Chiang Mai etwa 30° C.

Während unseren Streifzügen durchs Im Hochland ging die Temperatur schon mal auf angenehme 23° C hinunter. Der Regen hatte uns während der ganzen Offroad Fahrt nie gestört. Aber man weiß ja, Ausnahmen bestätigen die Regel. Am letzten Tag wollten wir  noch einmal so richtig Offroad fahren.  Nach etwa einer Stunde Fahrt, begann es plötzlich heftig zu regnen. Auf dem Weg bildeten sich in Blitzeseile kleine Bäche. Der Untergrund wurde glitschig und gefährlich.

Auf einmal standen wir in 45° Schräglage mitten auf dem Weg. Es ist ein seltsames Gefühl, wenn man aus dem Fenster schaut und den Boden sehen kann. Wir hatten das Gefühl, als würden wir jede Sekunde umkippen. Im Auto fühlt es sich nämlich noch viel schräger an, als es in Wirklichkeit ist.

Nachdem Tui unser Auto wieder in eine stabile Lage brachte, meinte er, dass es zu gefährlich sei, weiter zu fahren. Deswegen mussten wir umdrehen und die Fahrt zurück, war dann wirklich so richtig „Offroad“.

Weiter ging es dann auf einer kurvenreichen Bergstraße mit vielen schönen Aussichtspunkten, zurück Richtung Chiang Mai ins Little Village, in dem wir auch unsere letzte Nacht verbrachten.

4x4 Offroad in Thailand, wie hat es uns gefallen?

In diesen fünf Tagen haben wir so viele verschiedene Dinge und Orte gesehen und tausende von Eindrücken gesammelt.

Wasserfälle, Tempel, Elefanten, eine Bootsfahrt, kleine Orte, lachende Menschen, super gutes Essen, strahlende Reisfelder, atemberaubende Ausblicke und kilometerlange, einsame Dschungellandschaften sind nur einige Dinge davon.

Auch die Thailändische Küche haben wir etwas besser kennen gelernt. Tui und Jack haben für uns in den Restaurants, immer wieder ihre Lieblingsspeisen zum kosten bestellt.

Die Zwei sind die besten Tourguides, die man sich nur wünschen kann. Wir haben sie gleich ins Herz geschlossen. Sie erfüllten uns jeden unserer Wünsche, zeigten uns Orte und Plätze, die wir ohne sie niemals gefunden hätten und waren immer bemüht und hilfsbereit. Es war immer wieder nett sich mit den beiden zu unterhalten.

Auch Alan hat super Arbeit geleistet. Er hat uns eine schöne, abenteuerliche und abwechslungsreiche Offroad-Tour zusammengestellt, mit super Unterkünften und originellen Restaurants. Er holte uns vom Flughafen ab und brachte uns nach unserer Tour wieder hin. Außerdem erkundigte er sich jeden Tag bei unseren Guides, ob es uns gut ginge und ob wir mit allem zufrieden wären.

Ein großes Dankschön an Alan, Tui und Jack. Ihr habt uns die Möglichkeit gegeben, Thailand von einer ganz anderen und wunderschönen Seite kennenzulernen.

4x4 Offroad in Thailand, die Tour

Die genaue Route der Tour können wir euch natürlich nicht verraten, denn die ist ein wohl behütetes Betriebsgeheimnis von Alan. Außerdem ist die Tour, die wir gefahren sind auch nur eine der vielen Möglichen. Wenn ihr Lust habt, dann kann die Tour auch nach Myanmar oder Laos führen. Es kommt immer darauf an, wie viel Zeit ihr mit bringt.

Eine grobe Übersicht über unsere Tour, ist dennoch spannend. Darum haben wir für euch eine Karte mit der ungefähren Strecke zusammen gestellt.

Nach diesen 5 abenteuerlichen Tagen im Urwald, ging es weiter in den Großstadtdschungel. Wie es uns dort gefallen hat, erfährt ihr in unserem Artikel: Bangkok, 3 Tage in der Hauptstadt Thailands.

Das gibt es hier zu lesen...

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Sabine

maaaaa i mooog aaaaa 😛

Danke für die tollen Erlebnisse, die Ihr bereitwillig und interessant mit anderen teilt. Es ist immer eine Freude daran teilhaben zu dürfen!

Liebe Grüße 😗

Millonigg Andrea

Traumhafter Blog Artikel . Wie Ihr das macht, ist atemberaubend,spannender gehts glaube ich nicht .Musik und Aufmachung und erst die Videos ,EINFACH SUPER . So eine Drohne hat schon was……ABER ohne EUER Können und Eure Liebe fürs Detail, würde es nur ein Aufsatz mit Bilder sein… ich bin fasziniert und freu mich auf weiteren Abenteuer von Euch.
Bussi aus DER FERNE 😘😘 von uns ……

Gabriele Stöckl

Hallo Christina & Rafael! Bin endlich dazugekommen, in euren Fernschmecker-Blog reinzuschauen und bin begeistert! Der Erlebnisbericht der Offroad-Tour ist super gelungen und i werd mir die anderen Beiträge sicher auch alle anschaun. Nur weiter so! Glg Gabi

Margret Hueter

Ihr schreibt so anschaulich, dass man das Gefühl hat dabei zu sein. Und nicht nur das, ihr habt bei mir das Bedürfnis geweckt auch einmal so etwas zu machen aber was schreibe ich „auch einmal“ eigentlich würde ich sofort alles stehen und liegen lassen und so ein tolles Abenteuer wie diese Offroadfahrt durch Thailand mitmachen. Da das leider nicht geht sage ich danke, dass ihr mich mit Worten, Bildern und Videos diese spannende und sehenswerte Reise miterleben lässt.

Hallo Christina,
als erstes ein Lob für das tolle Blog! Der Bericht über Eure Tour hat mir sehr gut gefallen. Ich kann solche Touren auch nur empfehlen. Man unterstützt die dort ansässigen und erfährt, im wahrsten Sinne, das wirkliche Thailand. Das wünschen sich ja immer so viele Menschen. Schreibe mir doch mal bitte welche Drohne ihr verwendet habt und wie die rechtliche Situation in Malaysia Betreff der Drohnen ist?
LG Reiner

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