Bangkok, 3 Tage in der Hauptstadt Thailands

Vom Urwald in den Großstadtdschungel. Nach unserem Offroad Abenteuer im Norden von Thailand, wollten wir uns natürlich Thailands Hauptstadt auch nicht entgehen lassen. Darum hängten wir noch einen Wochenendtripp nach Bangkok dran. Bangkok ist mit seinen 8,281 Millionen Einwohnern nicht nur die größte, sondern warscheinlich auch die bekannteste Stadt Thailands.

Tipps und Tricks fürs Taxi fahren in Bangkok

Um die Mittagszeit landete unser Flieger am Don Mueng International Airport. Wir gingen direkt zum sehr gut ausgeschilderten Taxistand, den man ohne den Flughafen zu verlassen, erreichen kann. Das mit den Taxis ist hier wirklich sehr gut organisiert. Wir bekamen eine Nummer und mussten warten. Keine 5 Minuten später, wurden wir aufgerufen und von „unserem“ Taxifahrer persönlich abgeholt und zum Taxi begleitet.

Bangkok Flughafen Taxi
Bangkok Taxi

Für die Autobahnmaut mussten wir während der Fahrt einmal 70 Thailändische Bath und später nochmal 50 BHT bezahlen. Somit kostete uns die Taxifahrt vom Flughafen bis zu unserem Hotel (50 Minuten und 35 km) 363 BHT (ca.€ 9,70).

Die Taxis hier sind sehr bunt. Sie leuchten in blau, pink mit grünen oder blauen Streifen, halb gelb, halb grün und orange aus der Automasse heraus und sind deshalb sehr leicht zu erkennen. Unser Taxi war blau und unser Taxifahrer hieß Mr. Sakdinan.

Bangkok Taxi

Taxameter

Wichtig ist zu wissen, dass alle offiziellen Taxis ein Schild auf dem Dach haben, auf dem „Taxi-Meter“ steht. Die Taxifahrer sind verpflichtet, dieses Taxameter auch zu verwenden.

Deswegen sollte man immer darauf bestehen, dass die Fahrer das Taxameter einschalten. Ansonsten wird man mit angeblichen „Schnäppchen-Pauschalpreisen“ abgezockt. In jedem Taxi sind die Taxinummer und die Taxifahrlizenz, mit den Daten des Taxifahrers, ausgehängt. Sollte euch irgendetwas komisch vorkommen, dann könnt ihr euch diese Daten notieren und es melden.

Hotel Avani Riverside

Nach dem abenteuerlichen Dschungeltrip mit kleinen einfachen Unterkünften, wollten wir uns einmal etwas Besonderes gönnen. Deswegen checkten wir für die folgenden 3 Nächte im 5* Hotel Avani Riverside ein.

Die Rezeption befindet sich im 11. Stock, genauso wie der Frühstücksbereich, und bietet eine atemberaubende Aussicht auf den Fluss Chao Phraya und die Stadt.

Wir bezogen unser Zimmer, welches sich im 21. Stock befand und der Aussicht, die man von der Rezeption aus hat, locker das Wasser reichen konnte.

Avani Riverside Hotel Zimmer
Bangkok Avani Riverside

Das Zimmer war sehr geräumig und mit sämtlichem Luxus, wie Minibar, Toilettenartikel, kostenlosem Trinkwasser in Glasflaschen, Föhn, TV, Klimaanlage und gratis W-LAN, ausgestattet.

Dieses Hotel bietet aber zusätzlich noch einen ganz besonderen Service. In jedem Zimmer befindet sich ein Smartphone der Marke „Handy“, ja richtig gelesen „Handy“, das den Hotelgästen kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Mit diesem „Handy“ können kostenlos, nationale und teilweise auch internationale Telefonate geführt werden und es verfügt über unlimitiertes mobiles Internet. Dieses Smartphone kann während des gesamten Hotelaufenthalts immer und überall hin mitgenommen werden. Wir finden das ist ein wirklich super Service.

Rooftop Bar „Attitude“ im Avani Riverside

Avani Riverside Rooftiop Bar

Diesen letzten gemütlichen Tag in Bangkok ließen wir in der Hotelbar des Avani Riverside, die sich im 26. Stock befindet, ausklingen. Bei einer fantastischen Aussicht genossen wir köstliche Cocktails und scherzten bis spät in die Nacht mit dem Personal. Besonders der jüngste Kellner, wollte uns mit seinen Flaschen Jonglierkünsten beeindrucken und bot uns eine gute Show.

Bangkoks Chinatown

Nach einer kleinen Stärkung, fuhren wir mit dem Taxi nach Chinatown. Dort besuchten wir den berühmten Sampeng Lane Markt. Hier reiht sich ein Ständchen an das andere. Alles ist überladen mit allen möglichen Dingen. Zwischen Schuhen, Taschen und Kleidung, findet man auch Schmuck, Spielzeug und Krimskrams.

Wir waren zuvor 5 Tage im ruhigen und friedlichen Dschungel unterwegs und deshalb war dieser Markt wirklich die pure Reizüberflutung für uns. Hier kam richtiges Großstadtfeeling auf. Es war laut, und der Geruch von getrocknetem Fisch, Abgasen und anderen komischen Dingen, lag in der Luft. Immer wieder müssen die zahlreichen Menschen, den Mopeds die unbedingt die schmalen Gänge entlangfahren müssen, Platz machen. Bei den Ständchen, die frische Meeresfrüchte, Obst oder Gemüse anboten, ging es noch viel wilder zu.

Chinatown Market Bangkok
Bangkok Chinatown
Bangkok Chinatown getrocknete Tintenfische
Bangkok Chinatown getrocknete Garnelen

Ein, zwei Seitenstraßen weiter, wo es nicht ganz so hektisch zuging, genehmigten wir uns bei einem kleinen Chinesischen Ständchen eine kühle Erfrischung und einen Kaffee.

Soi Cowboy, muss man gesehen haben

Anschließend fuhren wir mit dem Taxi in die Soi Cowboy, eine der Rotlicht-Flaniermeilen Bangkoks. Schon von weitem, konnten wir die mit bunten Neonröhren beleuchtete Gasse sehen. Hier schmiegt sich eine Bar an die andere und musikalisch herrscht ein wildes Durcheinander. Wir gönnten uns noch ein kühles Tiger Bier, das haben wir hier in Asien kennen und lieben gelernt und machten uns dann wieder auf den Weg zurück Richtung Hotel. Denn das war genug Trubel für uns an diesem Tag.

Bangkok Soi Cowboy
Bangkok Soi Cowboy

So lebt die Arbeiterschicht

Mit dem Sky Train fuhren wir bis zur nächsten Haltestelle, von da aus gingen wir zu Fuß weiter. Wir gingen durch kleine Gassen und sahen, wo die Taxi- und Tuk Tuk Fahrer wohnten und wie einkommensschwache Menschen in einer Millionenstadt wie Bangkok leben.

Wir sahen ein kleines Mädchen, es saß im Pyjama auf dem Boden einer Werkstatt und schaute mit der Familie fern. Diese Familie besaß nicht sehr viel, dennoch wirkten alle sehr glücklich. Neben der Straße standen Menschen und verkauften Essen. Manche grillten Fleisch auf einem Griller der einem Motorrad ähnlich war. Ein mobiler Motorrad-Griller sozusagen. Die Menschen hier leben in einfachen Verhältnissen und waren dennoch uns gegenüber sehr hilfsbereit und freundlich.

Wir lieben es auf unseren Reisen mehr zu sehen. Uns ist es wichtig nicht nur das zu sehen, was alle anderen auch sehen, beziehungsweise das was man sowieso überall im Internet finden kann. Es interessiert uns das Land und die Menschen richtig kennen zu lernen. Orte zu entdecken die in keinem Reiseführer zu finden sind. Und mit Menschen des jeweiligen Landes zu sprechen und ihnen zuzuhören was sie zu erzählen haben.

Floating Market, Taling Chan Pier

Frisch ausgeschlafen und mit einem köstlichen Frühstück gestärkt, ging es dann zum schwimmenden Markt Taling Chan. Dieser Markt öffnet jedes Wochenende von 08.30 bis 16:00 Uhr seine Tore. Von 11:00 bis 14:00 Uhr wird traditionelle Thailändische Musik live dargeboten.

Angeboten werden regionalen Produkte, wie Früchte, Gemüse und Fisch. Darüber hinaus bekommt man hier auch so manchen Gaumenschmaus. Natürlich werden hier auch Dinge wie Souvenirs und Kleidung an dem Mann oder die Frau gebracht.

Bangkok Taling Chan Floating Market
Bangkok Taling Chan Floating Market
Bangkok Taling Chan Floating Market

Auf Booten im Wasser, kochen Frauen thailändische Spezialitäten mit frischen Zutaten und herrlich duftenden Gewürzen. Stundenlang hätten wir ihnen zuschauen können, wie sie eine schmackhafte Köstlichkeit nach der anderen zauberten.

Mit dem Langboot am Khlong Chak Phra

Danach fuhren wir mit dem Langboot zu einem der ältesten Tempel Bangkoks. Die Bootsfahrt führte uns entlang dem Kanal Chak Phra und seinen Seitenarmen. Die Kanäle hier in Bangkok werden übrigens Khlong genannt. Das Ticket für die Bootsfahrt kann hier direkt bei einem Ständchen am Markt erworben werden. Die gesamte Tour dauert ca. 1 bis 1,5 Stunden und kostet 69 THB (ca. €1,90) pro Person.

Bangkok Boot

Auf der Bootsfahrt zum Wat Koh Tempel sahen wir, wie die Menschen am Kanal wohnen. Die meisten Hütten sind sehr freundlich und bunt gestaltet und unzählige Pflanzen zieren deren Terrassen.

Bangkok Boot
Bangkok Boot

Der Tempel selbst, war unserer Meinung nach nichts Besonderes. Es gibt zahlreiche Tempel in Bangkok, die es mehr verdienen, besucht zu werden. Dennoch, die Bootsfahrt bot uns Einblicke auf Teile von Bangkok, die man nur vom Wasser aus, sehen kann. Schon alleine deswegen, ist diese Tour empfehlenswert.

Bangkok Tuk Tuk

Mit dem Tuk Tuk ging es dann wieder zurück ins Hotel. Eine Tuk Tuk Fahrt, ist auch eines der Dinge, die man sich unserer Meinung nach in Bangkok nicht entgehen lassen sollte.

Dinner Cruise am Chao Phraya

Da wir zu Rafaels Geburtstag mitten im Dschungel waren und ich wusste, dass wir ein paar Tage danach in Bangkok sein würden, hatte ich mir etwas ganz Besonderes überlegt. Ein Candle-Light Dinner auf einem kleinen Schiff entlang des Chao Phraya.

Die Apsara ist ein elegantes Restaurant Schiff im Binnenschiff Stil. Als wir an Board gingen, wurden wir sehr freundlich begrüßt und zu unserem liebevoll dekorierten Tisch gebracht. Jeweils zwei oder drei Tische hatten einen eigenen Kellner. Während der ganzen Fahrt spielte es wunderschöne, dezente Musik. Bei ausgezeichnetem, thailändischem Essen genossen wir die Aussicht auf zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Unter anderem sahen wir den „Grand Palace“ und die „Golden Rama VIII Bridge“.

Bangkok Dinner Cruise Apsara
Bangkok Wat Arun

Die Hauptattraktion war natürlich der Wat Arun Tempel. Hier legte unser Schiff direkt vor dem Tempel an. Deswegen konnten wir unseren Hauptgang mit der Aussicht auf den wunderschön beleuchteten Tempel genießen. Es war wahrhaft magisch und romantisch. Nach 2 Stunden kehrten wir wieder in den Hafen der River City zurück.

Bangkok River City

Diese Schifffahrt war für uns ein unvergesslich schönes Erlebnis. Denn was gibt es besseres als bei hervorragendem Essen Bangkok bei Nacht zu sehen?

Terminal 21 Mall, Shoppen und Staunen

An nächsten Tag wollten wir uns eigentlich den Flugzeugfriedhof anschauen. Aber es läuft nicht immer alles nach Plan. Zuerst faden wir keinen Taxifahrer, der uns dort hinbringen wollte und dann begann es auch noch zu regnen. Deshalb beschossen wir in die Terminal 21 Mall zu fahren.

Bangkok Verkehr
Bangkok Verkehr

Die Terminal 21 Mall ist ein Themen-Einkaufszentrum und jedes Stockwerk ist zum Thema von verschiedenen Städten, wie zum Beispiel Rom, London, Tokyo und San Francisco dekoriert. Die Etagenübergänge sind wie Gates am Flughafen gestaltet und sogar die Toiletten sind den Themen angepasst. So kann man zum Beispiel von Tokyo direkt mit der Rolltreppe nach London fahren. Im obersten Stockwerk der Mall, in San Francisco, führt ein Modell der Golden Gate Bridge von einer Seite auf die andere.

Bangkok Terminal 21 Mall
Bangkok Terminal 21 Mall
Bangkok Terminal 21 Mall

Bangkok, schön wars es

An nächsten Morgen ging es wieder zurück nach Penang unserer Heimatinsel. In Bangkok haben wir so viele schöne und interessante Dinge gesehen und einige Orte zurückgelassen, die wir unbedingt noch sehen wollen. Bangkok besticht mit seinem besonderen Charme und der faszinierenden Mischung aus traditioneller Kultur und Moderne. Bangkok, ich hoffe wir sehen uns bald wieder.

Das gibt es hier zu lesen...

7 Antworten

  1. Liebe Fernschmecker, vielen Dank dass ihr uns auf eure Reise nach Bangkok mitgenommen habt. Der Kontrast zum Dschungel kann eigentlich nicht größer sein, von der Stille und Zweisamkeit in diese große, lebendige Stadt. Falls wir einmal nach Bangkok kommen sollten, werden wir ganz sicher auf eure tollen Tipps zurückgreifen und uns unter anderem dieses traumhafte Essen mit der nächtlichen Schifffahrt gönnen . Eigentlich stand Bangkok nicht auf unserem Reiseplan aber durch eure tollen, so anschaulichen Beschreibungen haben wir direkt Lust darauf bekommen. Danke dafür. Wir freuen uns schon sehr, und können es kaum erwarten, den nächsten Trip mit euch zu erleben. Bussi Tante Margret und Onkel Peter

    1. Hallo ihr Lieben.
      Schön wenn euch der Artikel über Bangkok gefallen hat.
      Wenn das so weitergeht, dann müsst ihr bald eine Asien Rundreise machen.😉
      Vielleicht kommt ihr uns ja einmal besuchen, das wäre dann schon mal ein Anfang.
      Bussi aus Penang😘

  2. Und wieder, wie immer tolle Bilder und Videos.
    Großen Dank an Euch. So können wir an euren Erlebnissen teilhaben und uns mit euch freuen.
    Habt ihr die Skorpione am Spieß auch gegessen?

  3. Hallo Christina,
    wow, das ist ja mal ein richtig toller und ausführlicher Reisebericht. Ich finde es echt spannend, was Bangkok zu bieten hat, darüber hatte ich mir bisher noch gar nicht so den Kopf zerbrochen. Ich stelle es mir total spannend vor, an all diesen kleinen Ständen vorbei zu gehen, die allerlei wildes Zeug verkaufen. Vor allem wenn man dann Sachen wie die schwarzen Skorpione so sieht, als wenn es selbstverständlich wäre, welche zu verkaufen. Dieser Bericht macht total Lust darauf, sich selbst in’s Getümmel zu stürzen, das gefällt mir sehr gut! 🙂
    Liebe Grüße
    Silvia

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