Curry Mee (Laksa) aus der Nyonya Küche – Rezept

Erschienen am 15. November 2019
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Curry Laksa, in Penang eher als Curry Mee bekannt, ist ein sehr verbreitetes und bekanntes Gericht aus Malaysia. Es stammt aus der Nyonya bzw. Peranakan Küche, welche chinesische, malaiische und andere Einflüsse kombiniert. Curry Laksa ist abgesehen von Malaysia auch in Indonesien und Singapur bekannt und wahrscheinlich eines der gefragtesten Nyonya Gerichte überhaupt.

Ein Curry Laksa ist eine Curry-Kokosmilchsuppe mit Nudeln. Wie von den meisten asiatischen Gerichten, gibt es auch hier mehrere Varianten. Die Hauptzutaten für die gängigsten Curry Laksa Rezepte sind dünne gelbe Nudeln oder dünne weiße Reisnudeln, sogenannte Laksa Nudeln. Die Basis besteht aus einer Hühnersuppe mit Kokosmilch und verschiedenen Gewürzen wie Curry, Chili und Sambal (Chilipaste). Serviert wird das Ganze mit einer Auswahl an Huhn, getrocknetem Tofu, Ei, Garnelen und Sojasprossen.

Was ist Curry Laksa und woher kommt es?

Curry Laksa bzw. Curry Mee ist ein asiatisches Gericht, welches aus der malaiischen Gemeinschaft stammt. In der malaiischen Sprache wird es als Mee Kari oder Laksa Kari bezeichnet. Curry Laksa ist übrigens auch unter dem Namen Nyonya Laksa oder Laksa Lemak bekannt. Lemak, bedeutet auf malaiisch Fett und bezieht sich in diesem Fall auf die Kokosmilch.

Wenn man von Laksa im Allgemeinen spricht, muss man zwischen zwei verschiedenen Laksa-Arten unterscheiden. Dem Curry Laksa und dem Asam Laksa. Curry Laksa ist, wie bereits erwähnt, eine Kokosmilch-Currysuppe mit Nudeln. Zweiteres ist eine saure Suppe auf Tamarindenbasis ebenfalls mit Nudeln. Diese Gerichte haben zwar den gleichen Stammnamen, unterscheiden sich aber geschmacklich enorm voneinander. Während das eine sämig, herzhaft und leicht scharf ist, schmeckt das andere extrem sauer und scharf. Manchmal bekommt man auch eine Kombination aus beidem, wobei es dafür nicht wirklich einen Namen gibt.

Am häufigsten werden dicke oder dünne Reisnudeln, welche auch als Laksa-Nudeln bekannt sind verwendet. Darüber hinaus werden manchmal auch andere Nudeln wie beispielsweise Bee Hoon oder Mee Hoon, oder gelbe Eiernudeln ins Laksa gegeben.

In Indonesien gehört Laksa zu den traditionellen Fertiggerichten und ist in nahezu in jedem Haushalt am wöchentlichen Speiseplan. Besonders an langen Regentagen ist diese heiße, scharfe Nudelsuppe sehr beliebt.

Woraus besteht eine Laksa-Paste und wie wird sie zubereitet

Die Laksa-Paste besteht aus Zwiebel, Knoblauch, frischen und/oder getrockneten Chilis, Zitronengras, Ingwer und Garnelenpaste. Wie in den meisten Nyonya Currys sind auch hier Lichtnüsse (engl. Candlenuts) enthalten. Diese können aber einfach durch Cashewkerne ersetzt werden.

Alle Zutaten werden mit einer Küchenmaschine zu einem Brei verarbeitet. Dieser Brei, welcher auch als Laksa-Paste bekannt ist, bildet die Gewürzbasis vom Curry Laksa. Die Paste wird später im Verlauf der Zubereitung mit etwas Öl angeröstet, bis sie etwas roter bzw. dunkler wird. Denn dann entfaltet sie alle ihre Aromen und kann mit der Hühnerbrühe aufgegossen werden.

Die Laksa-Paste ist einer der wichtigsten Bestandteile des Curry Laksas, denn sie verleiht diesem Nudelsuppen-Gericht erst den typischen Geschmack.

Tipp zur Aufbewahrung!

Ihr könnt die Laksa-Paste gleich in einer größeren Menge herstellen und sie anschließend einfrieren. Am besten friert ihr sie in kleinen Portionen ein. Eine Eiswürfelform eignet sich perfekt dazu. Eingefroren ist die Paste bis zu 6 Monate haltbar. Im Kühlschrank kann sie immerhin 5 Tage aufgehoben werden.

Die Zubereitung von Curry Laksa

Um ein richtiges Curry Laksa zubereiten zu können, müsst ihr ein wenig Zeit mitbringen. Es wird sich auf alle Fälle auszahlen. Begonnen wird mit der Zubereitung der Hühnersuppe (Hühnerbrühe), gefolgt mit der Laksa Paste. Dies sind die wichtigsten Zutaten für eine gute Schüssel Curry Laksa.

Anschließend wird die Laksa Paste in Öl angeröstet, bis sie in der Farbe etwas dunkler wird und zu duften beginnt. Das Ganze wird daraufhin mit der Hühnersuppe aufgegossen. Anschließend wird die Kokosmilch beigemengt. Am Schluss werden die vorgekochten Garnelen und die Tofu Puffs hinzugegeben und kurz mitgekocht.

Serviervorschlag für Curry Laksa, Curry Mee

Zum Schluss wird die Curry Laksa Suppe mit frischen Nudeln, sowie einem hart gekochten Ei, einer Scheibe Limette und frischen Minzblättern serviert. Dazu wird meist eine Art Chilipaste, auch Sambal genannt, gereicht.

Warum verwendet man Kokosmilch?

Kokosmilch ist in vielen asiatischen Gerichten enthalten. Sie wird verwendet um die Schärfe der Speisen zu lindern und ihnen eine besondere, geschmackliche Note zu verleihen. Die Gerichte welche mit Kokosmilch zubereitet werden, haben auch den Vorteil, dass sie milchfrei, sprich laktosefrei sind.

Curry Mee Rezept
Das fertige Curry Mee, ein Gaumenschmaus

Vegetarisches Curry Laksa bzw. vegetarisches Curry Mee

Die meisten Curry Laksa Rezepte beinhalten Hähnchen oder zumindest Meeresfrüchte. Ihr könnt aber auch ganz einfach ein vegetarisches Curry Laksa zubereiten. Anstatt der Hühnerbrühe, nehmt ihr einfach Gemüsebrühe. Diese könnt ihr aus Zwiebeln, Karotten, Sellerie, Lauch und Gewürzen herstellen. Am besten ihr bratet das Gemüse vorher leicht an, bevor ihr es in das kochende Wasser gebt. Für den vollen Geschmack, solltet ihr diese Suppenbasis mindestens eine Stunde kochen lassen.

Anstatt der Garnelen und den Hähnchen, könnt ihr einen Teil des bereits gekochten Gemüses und Pilze nehmen. Die anderen Zutaten, wie beispielsweise das Ei und die Tofu Puffs, werden einfach gleich wie im originalen Rezept hinzugefügt.

Die Laksa-Paste, macht ihr wie beschreiben. Lasst die Garnelenpaste einfach weg und ersetzt sie vielleicht durch einen Schuss Sojasauce.

Leckeres Rezept für Curry Laksa (Curry Mee)

Curry Mee Rezept

Das fertige Curry Mee, ein Gaumenschmaus

Curry Laksa (Curry Mee) ist eine Curry-Kokosmilchsuppe mit Nudeln. Die Hauptzutaten für die gängigsten Curry Laksa Rezepte sind Reisnudeln bzw. sogenannte Laksa Nudeln. Die Basis besteht aus einer Hühnersuppe mit Kokosmilch und Laksa Paste. Diese besteht aus verschiedenen Zutaten wie beispielsweise Cashewkerne, Chili, Ingwer, Zwiebel, Knoblauch, Zitronengras und Kurkuma. Serviert wird das Ganze mit einer Auswahl an Huhn, getrockneten Tofu, Ei, Garnelen, Sojasprossen und Minzblättern.

  • Zubereitungszeit20 min
  • Koch-/Backzeit1 h 30 min
  • Gesamtzeit1 h 50 min
  • Menge4 Portionen
  • Brennwert325 kal
  • Region
    • Asiatisch
    • Indonesisch
    • Malaysisch
    • Nyonya
  • Gang/Kategorie
    • Hauptgericht
  • Geeignet für Diät
    • Laktosefrei
    • Vegetarisch

Zutaten

Für das Laksa

  • 1000 g frische Reisnudeln (oder 500g getrocknete Reisnudeln)
  • 1L Wasser
  • 75 ml Kokosmilch
  • 200 g Garnelen
  • 12 St. Tofu Puffs
  • 12 St. Fischbälle (optional)
  • 2 St. Hähnchenkeule

Für die Laksa Paste

  • 30 g Cashewkerne
  • 2 St. Zwiebel (geschält, grob gewürfelt)
  • 2 St. Knoblauchzehen (geschält)
  • 3 St. Chilischoten (frisch)
  • 2 Stangen Zitronengras
  • 2 Zweige Vietnamesischer Koriander (optional)
  • 2 cm Ingwer
  • 2 TL Gemahlener Kurkuma
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 2 TL Garnelenpaste (alternativ Sardellenpaste)

Für die Garnitur

  • 2 St. Eier
  • ½ St. Salatgurke
  • 12 St. Minzblätter (optional)
  • 40 g Sojasprossen
  • 2 EL Sambal

Curry Laksa kochen

Die Basis zubereiten (Hähnchensuppe)

1

Zutaten HähnchensuppeDas Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Die Hähnchenkeulen gründlich abspülen und in das kochende Wasser geben. Achte darauf, dass die Hähnchenkeulen immer mit Wasser bedeckt sind.

2

HühnersuppeDie Suppe für mindestens 30 Minuten köcheln lassen. Den sich auf der Oberfläche bildenden Schaum, regelmäßig abschöpfen, damit die Suppe schön klar wird.

 

3

Die Suppe durch ein Sieb abgießen und zur Seite stellen.

Garnelen, Tofu Puffs und Fischbälle

1

Tofu LaksaDie Tofu Puffs in heißes Wasser geben und ca. 3 Minuten kochen lassen. Danach aus dem Wasser nehmen und abtropfen lassen.

 

2

Die Garnelen köpfen und schälen und gemeinsam mit den Fischbällen ebenfalls in kochendes Wasser geben und auch ca. 3 Minuten kochen lassen.

Die Laksa Paste zubereiten

1

Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und in grobe Stücke schneiden.

2

Die Chilischoten halbieren und entkernen, und gemeinsam mit dem Zitronengras in grobe Stücke schneiden.

3

Laksa Paste ZubereitungZwiebel, Knoblauch, Ingwer, Zitronengras, Chilischoten, Cashewkerne, Garnelen Paste, gemahlenen Kurkuma uns Öl in eine Küchenmaschine geben und zu einem Brei verarbeiten.

Das Curry Laksa zubereiten

1

Laksa Paste in TopfÖl in einem heißen Topf erwärmen und anschließend die Laksa Paste darin anrösten, bis sie zu duften beginnt.

2

Curry Mee ZubereitungAnschließend mit der Hähnchenbrühe aufgießen und und gut umrühren (optional den vietnamesischen Koriander hinzufügen und mit Salz abschmecken).

3

Anschließend das ausgelöste Hähnchenfleisch in die Suppe geben.

4

Das Ganze, dann 10-15 Minuten auf mittlerer Hitze köcheln lassen.

5

Curry Mee KokosmilchDaraufhin die Kokosmilch langsam unterrühren (Zweige des vietnamesischen Koriander herausnehmen).

 

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Curry Laksa TofuwürfelIm Anschluss die Tofu Puffs und die Fischballs in das Laksa geben und 1-2 Minuten darin köcheln lassen.

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Die Eier in heißes Wasser geben und 10 Minuten lang hart kochen.

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Die frischen Reisnudeln in heißes Wasser geben, kurz aufwärmen und voneinander lösen.

Curry Laksa Servieren

1

Die Nudel in eine Schüssel geben und mit der Curry Laksa Suppe aufgießen.

2

Anschließend die Tofu Puffs, die Fischbälle und die Garnelen gleichmäßig auf alle Portionen aufteilen.

3

Das Curry Laksa mit einem halben Harten Ei, Sojasprossen und den Minzblättern garnieren und heiß servieren.

4

Laksa RezeptDazu können die fein aufgeschnittenen Salatgurken und eine scharfe Chilisauce gereicht werden.

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Hey ihr beiden,

cool, dass ihr eine meiner Lieblingssuppen gekocht habt und auch so viele Hintergrund-Infos dazu geschrieben habt 🙂 Laksa steht bei mir selber auch schon lange auf der To-Cook-Liste, aber wie das oft so ist, landet gerne mal was anderes dann im Topf.

Ich freue mich auf weitere tolle Rezepte. Vielleicht eines der Gerichte, wie wir bei unserem Treffen gegessen haben 😉

Besten Gruß
Henrik von Fernweh-Koch

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