Little India auf Penang – garantiert einen Besuch wert

Mitten im Herzen der Innenstadt von Georgetown, Penangs Hauptstadt, haben sich die indischen Einwanderer ein Stück Heimat in der Ferne aufgebaut. Das farbenfrohe und lebendige Little India auf Penang, ist der Lebensmittelpunkt der indischen Gemeinde. Sobald man die belebten Straßen dieses einmaligen Viertels betritt, hat man das Gefühl, sich plötzlich in einem anderen wiederzufinden. Dieser Ort könnte sich genauso gut in Delhi, Mumbai oder einer anderen indischen Stadt befinden.

Die Straßen sind gesäumt von unzähligen Geschäften, welche alles anbieten, was das indische Herz begehrt. Aromatische und exotische Düfte führen einen zu Gewürzläden und glitzernde Schaufenster laden dazu ein, die Schmuckwelt Indiens zu betreten. Wunderschöne, bunte Seidengewänder leuchten aus den Auslagen und lassen einen gedanklich in Bollywood wiederfinden. Die Klänge von Hindi und Tamil Musik dröhnen in voller Lautstärke durch die Straßen.

Spätestens jetzt hatten wir total vergessen, dass wir eigentlich in Malaysia, bzw. in Georgetown waren. Am Straßenrand wurden selbstgemachte Blumenkränze angeboten. Der bunte, verschnörkelte Hindu Tempel dieses Viertels fiel uns auch immer wieder ins Auge. Nicht umsonst wurde Georgetown und somit auch Little India auf Penang 2008 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt.

Little India Penang Fahrradverkäufer

Doch was wäre Indien, bzw. Little India ohne den herrlichen, indischen Speisen. Hier werden indische Köstlichkeiten aller Art, an jeder Ecke verkauft. Wir waren beeindruckt von dem Angebot der vielen kleinen Imbissstände, die man immer wieder an den Straßenecken findet. Little India auf Penang ist auch berühmt für seine malaysisch-indische Küche. Darüber hinaus, findet ihr natürlich auch zahlreiche Restaurants, welche ihren Gästen, mit authentischer süd- und nordindischer Küche verwöhnen.

Einkaufen in Little India auf Penang

Wolltet ihr schon immer einmal einen Sari kaufen oder richtig aromatische Gewürze aus Indien? Dann seid ihr in Little India in Georgetown genau richtig. Die meisten Läden findet ihr, wie der Name schon verrät, in der Jalan Pasar (Marktstraße). Die Ladengebäude stammen aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg und geben der Umgebung ein ganz besonderes Flair. Neben Modegeschäften, Gewürzläden, Gold- und Modeschmuck, findet ihr hier auch einen Musik- und Videoladen und einige Blumenständchen.

Indische Mode und Mehr

Aus den Schaufenstern, strahlen die bunten Seidenstoffe um die Wette. Hier bekommt man die Textilwelt Indiens zu Gesicht. In der Jalan Pasar reiht sich ein Modeladen an den anderen. Sie verkaufen Saris, Kleidung aus feinster Seide oder Baumwolle. In den meisten Läden findet man auch Dinge wie Schuhe, Tischdecken oder Decken- und Polsterbezüge. In einigen der Geschäften könnt ihr auch Haremshosen, oder wie ich sie gerne nenne, Aladinhosen, kaufen. Wenn ihr nach einem kleinen Mitbringsel für euch oder eure Liebsten sucht, dann werdet ihr in Little India auf Penang sicher fündig. Geht einfach in einen der vielen Läden, welche wirklich schöne indische Dekorationsartikel anbieten.

Was ist ein Sari?

Ein Sari ist ein Wickeltuch mit einem einseitigen Schulterüberwurf. Er wird von Frauen in vielen asiatischen Ländern getragen. Genauer gesagt handelt es sich um ein langes, nahtfreies Tuch, welches an den Enden oft aufwendige Schmuckborten in anderen Farben aufweist. Es ist etwa 0,80 – 1,20 m breit und 5 – 6 m, in seltenen Fällen auch bis zu 9 m lang. Dieses Tuch wird von den Trägerinnen kunstvoll um den Körper gewunden und dadurch entstehen wunderschöne Kleider. Es gibt übrigens unzählige Varianten, einen Sari zu wickeln.

Dieses Kleidungsstück ist in Indien, Sri Lanka, Bangladesch, Nepal und auch in Pakistan eine Art Tracht, wird aber auch im Alltag getragen. Darüber hinaus gibt es auch noch verschiedene Saris, für besondere Anlässe. Heutzutage wird zusätzlich zum Sari meist ein enges, kurzärmliges, bauchfreies Leibchen namens Choli getragen. Grundsätzlich werden die Saris aus Baumwolle hergestellt. Saris für festliche Anlässe oder die wohlhabenderen Frauen, sind oft aus reiner Seide und dementsprechend viel teurer. In der Massenproduktion werden Saris in der heutigen Zeit, aus einer Mischung von Polyester, Baumwolle und teilweise auch Seide gefertigt.

Gewürzläden in Little India

Gewürze sind sozusagen die Essenz Indiens und ein wesentlicher Bestandteil der indischen Küche. Aus diesem Grund werdet ihr in Little India auf Penang auch den einen oder anderen Gewürzladen finden. Immer, wenn wir einen diese Läden betreten, kriechen uns Wolken intensiver und teilweise bekannter Gerüche in die Nase. Wir sind immer wieder fasziniert über die große Auswahl an Gewürzen. Auch sind die satten Farben und die starken Aromen dieser Gewürze, nicht mit den in Europa erhältlichen zu vergleichen. Wenn ihr also wirklich authentische indische Gewürze kaufen wollt, dann ist Little India genau der richtige Ort.

Diese Läden bieten auch getrocknete Hülsenfrüchte und Getreide, sowie eine kleine Auswahl an Gemüse und anderen indischen Lebensmitteln an. Sie werden hauptsächlich von Einheimischen besucht und sind daher total authentisch. Solltet ihr einmal in Little India in Georgetown sein, dann müsst ihr unbedingt in einen dieser Läden reinschauen und euch ein eigenes Bild davon machen.

Schmuckgeschäfte – vom günstigen Modeschmuck bis hin zu echtem Gold

Inder lieben Gold, sie lieben es sich selbst mit Gold zu schmücken. Egal ob Mann oder Frau, man hat fast das Gefühl, das sie von diesem Edelmetall magisch angezogen werden. Deswegen gibt es im indischen Viertel von Georgetown viele Schmuckgeschäfte. In diesen findet ihr Ohrringe in allen Größen und Formen, Ketten, Armbänder und vieles mehr. Besonders bei den Ohrringen gilt anscheinend die Devise, je größer desto besser. Viele von ihnen sind so groß und schwer, dass ich mir nicht einmal vorstellen könnte sie für eine Minute zu tragen. Für Inderinnen ist das anscheinend ganz normal, besonders zu festlichen Anlässen.

In Modeschmuckgeschäften könnt ihr beispielsweise kleine, indische Ohrringe bereits für weniger als 10 RM (~ 2 €) kaufen. In den Goldgeschäften, welche echtes Gold verkaufen, müsst ihr schon etwas tiefer in die Tasche greifen, könnt aber dennoch das eine oder andere Schnäppchen machen.

Wechselstuben

Im Gegensatz zur EU, haben die asiatischen Länder verschiedene Währungen. Aus diesem Grund gibt es hier noch die guten alten Geldwechselstuben. Die meisten findet ihr am Rand von Little India in der Jalan Masjid Kapitan Keling. Solltet ihr Geld wechseln wollen, dann raten wir euch unbedingt zuerst ein paar von ihnen aufzusuchen und den Wechselkurs zu vergleichen. Wenn ihr einen größeren Betrag wechselt, dann könnt ihr in der Regel auch einen besseren Preis aushandeln.

Beliebte Restaurants und Imbisse in Little India auf Penang

Little India auf Penang bietet natürlich weit mehr als indische Shops. Es gibt etwas, das den Indern, aber auch generell den Malaysiern, viel wichtiger ist als einkaufen, nämlich Essen. Die Insel Penang ist hierzulande auch als kulinarisches Paradies von Malaysia bekannt. Die Menschen kommen von überall auf diese besondere Insel, um sich kulinarisch verwöhnen zu lassen. Und einer der Hauptgründe, warum die Leute gerne nach Little India kommen, ist das ausgezeichnete indische Essen. Ihr könnt bei einem der Ständchen entlang der Straße essen oder einfach einen Snack bei einem der Straßenhändler kaufen. Natürlich könnt ihr euch auch in eines der zahlreichen Restaurants setzen und die Indische Küche in all ihren Facetten kennenlernen.

Chicken Korma Naan Penang
Chicken Korma mit Naan (mitte), Samosa (rechts unten)

Eines ist gewiss, das Essen in Little India auf Penang ist erschwinglich und köstlich. Ihr habt die Wahl zwischen vegetarischen und nicht vegetarischen Restaurants. Zudem könnt ihr auch zwischen nord- oder südindischer Küche wählen. Eines solltet ihr noch wissen, in Indien ist es üblich, ohne Besteck, also mit der Hand zu Essen. Da die linke Hand als unrein gilt, solltet ihr daher eure rechte Hand zum Essen benutzen. Wenn euch die Vorstellung mit der Hand zu essen nicht gefällt, könnt ihr natürlich überall eine Gabel und einen Löffel anfordern. Messer sind hier, aber auch generell in Malaysia kein übliches Besteck für die einheimische Küche.

Restoran Kapitan

Das Restoran Kapitan in Georgetown, bietet günstige, authentische, indische Küche. Es befindet sich direkt gegenüber des Nagore Dargha Sheriff Schreins und gilt unter den Einheimischen als legendär. Es wird erzählt, dass es seinen Namen einem englischen Marine Kapitän zu verdanken hat. Dieser fragte seinen Koch, was er bei seiner Ankunft auf Penang gegessen habe und seine Antwort war „Curry Kapitan“.

Das Zweistöckige Restaurant ist das ganze Jahr rund um die Uhr geöffnet. Ja, ihr habt richtig gelesen wirklich rund um die Uhr, das fanden wir auch sehr erstaunlich. Hier bekommt ihr eine große Auswahl an Currys, gegrillten und gerösteten Speisen und vielen anderen indischen Gerichten. Besonders bekannt ist es aber für sein Claypot Briyani (im Tontopf serviert) und sein Tandoori Ayam (Hühnchen Tandoori), sowie sein ausgezeichnetes Naan. Das Hühnchen Tandoori, wird hier auf traditionelle Art im Lehmofen frisch zubereitet. Deswegen sind das Tandoori Ayam oder ein brutzelnder Kebabteller mit frischem Naan Brot auch ganz klar unsere Empfehlung an euch. Darüber hinaus findet ihr im Kapitan auch eine gute Auswahl an vegetarischen Speisen.

Bite N Eat Dindigul Biriyani

Das 2014 eröffnete Bite N Eat Dindigul Biryani ist ein weiteres Restaurant in Georgetown mit südindischer Küche. Es befindet sich inmitten der Jalan Penang in Little India und bietet erschwingliche, indische Küche auf hohem Niveau. Wie der Name schon verrät, werden die indischen Köstlichkeiten im Dindigul-Stil zubereitet. Der Besitzer, sowie die gesamte Belegschaft des Restaurants, stammen nämlich aus Dindigul, einer Stadt in Indien. Diese Tatsache, macht das Bite N Eat Dindigul Biriyani, besonders authentisch und interessant.

Das Restaurant ist bekannt für die besten Briyani Gerichte in ganz Georgetown. Für dieses spezielle Reisgericht, wird hier der Premium-Seeraga-Samba-Reis verwendet. Der Reis wird mit Gewürzen und dem Fleisch traditionell auf Dum-Art gekocht. Das bedeutet, es wird langsam gekocht und mit Teig oder einem Tuch versiegelt. Der Dampf wird auf diesem Wege eingefangen und macht das Gericht geschmackvoller und zarter. Biryani Gerichte gibt es in diesem Restaurant übrigens mit Huhn, Fisch, Schaf, Garnelen, Ei, Gemüse oder Pilzen.

Die Speisekarte ist wirklich sehr breit gefächert und bietet neben Briyani unter anderem auch verschiedene Arten von Currys, Reis-, Nudel- oder, Fleischgerichten, Suppen und Desserts. Eine weitere Besonderheit des Bite N Eat Dindigul Biryani ist die überaus große Auswahl an indischen Broten. Am hauseigenen Außengrill werden Brote wie Chapati, Phulka, Paratha, Idli und Dosa gebacken und frisch und heiß serviert.

Biryani oder Briyani?

Der Name Biryani, kommt aus dem Persischen und bedeutet gebraten oder geröstet. In Indien wird das Wort Biryani häufig für dieses Reisgericht verwendet. In südostasiatischen Ländern wie Singapur oder Malaysia, ist dieses Gericht eher unter Briyani bekannt.

Sri Ananda Bahwan

Unter diesen Namen, werdet ihr in Penang und in einigen anderen Teilen Malaysias einige Restaurants finden. Selbst in Little India, gibt es gleich zwei dieser bekannten Curry-Läden. Einer von ihnen bietet hauptsächlich vegetarische Speisen an und der andere zusätzlich auch noch einige Fleischgerichte. Hier findet ihr günstige und einfache indische Küche und könnt eure Speisen im Streetfood-Flair auf Plastikstühlen genießen.

Woodlands, vegetarisches Restaurant

Das Woodlands ist eines der wenigen, wirklich rein vegetarischen, indischen Restaurants auf Penang. Die Speiseauswahl ist an bestimmte Zeiten gebunden. Das heißt, es werden einige Gerichte nur morgens, andere wiederum nur mittags oder abends serviert. Das beliebteste Gericht zur Mittagszeit ist das Woodlands Special Thali. Es besteht aus Chapati und Papard mit Dhal, Reis, Sambar, Rasam, Gemüse und verschiedenen anderen Currygerichten.

Thali ist übrigens ein großer Teller mit Reis, indischem Brot, Gemüse und verschiedenen Currys, welche in kleinen Schalen serviert werden. Dieses Essen eignet sich hervorragend zum Teilen, oder wenn man viele verschiedene Geschmäcker auf einmal kosten will.

Der Innenraum des Restaurants ist einfach, aber gemütlich eingerichtet und es läuft angenehme, indische Hintergrundmusik. Vor dem Lokal, gibt es übrigens noch eine kleine Theke mit einem netten Sortiment an indischen Süßigkeiten.

Thali NR Sweets Café

Dieses Restaurant befindet sich leicht außerhalb von Little India auf Penang, ist aber nur einen Katzensprung davon entfernt. Im Thali NR Sweets Café findet ihr, wie der Name schon verrät, eine wirklich große Auswahl an indischen Süßspeisen bzw. Süßigkeiten. Bis zu 40 verschiedene Arten der süßen Verführungen werden hier angeboten. Angefangen von hausgemachten Favoriten wie Kesari und Laddus, über in Sirup getränkte Kuchen, bis hin zu cremigen Desserts, welche mit viel Ghee gebuttert sind. Das Paradies für Inder, denn die meisten von ihnen, lieben Süßigkeiten über alles. Neben den Süßspeisen, ist das Thali NR Sweets Café auch bekannt für sein vegetarisches Thali.

Penang Famous Samosa

Penang Famous Samosa ist ein Straßenstand in der Lebuh Queen. Wie der Name schon sagt, ist er vor allem berühmt für seine Samosas. Diese authentischen indischen Snacks, werden hier täglich nach einem originalen Rezept aus Indien, frisch zubereitet. Sie werden mit den unterschiedlichsten Füllungen, wie Huhn, Hammel, Thunfisch, Ei oder Gemüse, angeboten. Samosas sind übrigens gefüllte, dreieckige Teigtaschen aus Pakistan oder Indien. Diese werden im siedenden Fett knusprig frittiert und sind ein typischer Snack für zwischendurch.

Lust auf indische Küche?

Ihr seid ein Fan der indischen Küche, aber kommt so schnell nicht nach Indien oder Little India auf Penang. Dann holt euch den Genuss indischer Köstlichkeiten einfach nach Hause. Wir haben euch hier unsere indischen Rezepte zum Nachkochen verlinkt. Indisches vegetarisches Korma – Rezept, Naan (indisches Fladenbrot) aus der Pfanne – Rezept

Der Sri Maha Mariamman Temple

In Little India auf Penang findet ihr auch den Sri Maha Mariamman Temple. Er wurde 1833 erbaut und ist somit der älteste Hindu Tempel in ganz Penang. Als die ersten tamilischen Inder auf der Insel Penang ankamen, bauten sie sich einen kleinen einfachen Schrein. Dieser wurde 1933 umfassend renoviert und erweitert und erhielt damit seine heutige Form. Bei den Renovierungsarbeiten, spielten Handwerker und Bildhauer aus Indien eine große Rolle.

Der Tempel besitzt ein 7 Meter hohes Gopuram (Eingangstor) und zeigt die hinduistische Göttin Mariamman, welche zum Schutz gegen Krankheiten und für Regen angebetet wird. Der Tempel selbst ist ein vierstöckiger Turm mit zahlreichen Skulpturen von hinduistischen Gottheiten, Schwänen und Blumendekorationen. Wir waren sehr beeindruckt von den bunten und reichen Verzierungen dieses Gebäudes. Unglaublich, wie viel Liebe die Menschen in so kleine Details stecken können und damit etwas so Beeindruckendes schaffen. Dieser Tempel ist ein typisches Beispiel für hinduistische Architektur im südindischen (dravidischen) Stil. Neben über 40 Statuen von indischen Gottheiten und Löwen, findet ihr im Inneren des Tempels auch eine Statue von Lord Subramaniam.

Das Thaipusam-Festival auf Penang, startet übrigens auch in Little India und zwar genau bei diesem Tempel. Dieses besondere Hindu Fest, wird jedes Jahr bei Vollmond des Monats Thai (Januar oder Februar) gefeiert.  Zahlreiche Gläubige schließen sich einer Prozession an, welche beim Sri Maha Mariamman Temple beginnt und nach 7 km Fußmarsch beim Penang Waterfall Hill Temple endet.

Der Tempel ist normalerweise von 08:00 bis 12:00 und von 16:30 bis 21:00 geöffnet und kann auch von Touristen besucht werden. Wie bei den meisten Tempeln, müsst ihr auch hier vor dem Betreten des Gotteshauses eure Schuhe ausziehen. Der Eintritt ist frei, es kann aber um eine kleine Spende gebeten werden. Den Haupteingang zum Tempel findet ihr in der Queen Street.

Der Nagore Dargha Sheriff

Der im frühen 19. Jh. erbaute Negore Dargha Sheriff oder einfach Nagore Schrein, ist der älteste indische muslimische Schrein auf Penang. Der Schrein ist eines der wenigen verbliebenen Beispiele für die südindische, muslimische Architektur des 19. Jh. Er wurde zur Ehre von Syed Shahul Hamid, einem muslimischen Heiligen aus dem 13. Jahrhundert errichtet, welcher in Nagore eine große Anhängerschaft hat. Auch heute ist dieser Schrein noch das religiöse Zentrum der indischen Muslime auf Penang.

Diesen muslimischen Schrein, findet ihr gleich gegenüber des bekannten Restoran Kapitan, an der Kreuzung von Lebuh Chulia und Lebuh King. Er ist gut gepflegt in weißer Farbe gestrichen und hat deswegen ein auffälliges Erscheinungsbild. An der Seite, entlang der Lebuh King, befindet sich eine kleine Sammlung von Geschäften, in welchen muslimische Gebetsutensilien, Schmuck und Songkoks verkauft werden. Ein Songkok ist nebenbei bemerkt eine traditionelle, malaiische Kopfbedeckung für Männer, welche nicht nur von Moslems getragen wird.

Die Geschichte von Little India auf Penang

Das Gebiet, in dem sich heute Little India befindet, gehörte zu den frühesten Teilen Georgetowns und ist auch als Francis Light Grid bekannt. Der Engländer Sir Francis Light war der Gründer und Planer der Stadt Georgetown. Die Straßen in Little India bekamen ihre Namen wie Lebuh King, Lebuh Queen oder Lebuh Pasar, um den Zeitraum widerzuspiegeln, in dem sie erbaut wurden. Laut dem Kulturforscher und Autor Kohh Salma Nsaution, lebten entlang der Lebuh King muslimische Seeleute. Sie kamen aus Südindien und bezeichneten die Straße Padavukara Tharuva, Straße der Bootsfahrer. Die Lebuh Pasar (Marktstraße) wurde Kadai Teru, also Straße der Geschäfte, genannt.

Little India auf Penang gehört zu den ältesten indischen Siedlungen in Malaysia und somit auch zu den frühesten britischen Siedlungen von Georgetown am Ende des 18. Jh. Unter den Briten war das heutige Little India übrigens als Little Madras bekannt. Zu Beginn des 20. Jh. kam es zu einem großen Wachstum der indischen Bevölkerung auf Penang und ihren Geschäften. Und so entstand in den späten 70er Jahren, jenes Little India, welches wir heute kennen. Tatsächlich war es vor wenigen Jahren noch üblich, dass die Menschen über ihren Ladenhäusern, welche sich im Erdgeschoss befinden, wohnten. Heute ist das nur mehr teilweise der Fall.

Wann ist die beste Zeit Little India auf Penang zu besuchen?

Little India auf Penang, ist wirklich immer einen Besuch wert. Wenn die Sonne aufgeht und der Tag anbricht, erwacht dieser Ort zum Leben. Frauen in Saris, machen das Viertel bunt und fröhlich. Der Duft von frischen Gewürzen und herrlichen indischen Speisen erfüllt die Luft dieses lebendigen Ortes. Wenn die Nacht hereinbricht, erhellen die Straßen von Little India unzählige, teilweise bunte Beleuchtungen.

Während indischen Feiertagen, wie beispielsweise Thaipusam (Jan./Feb.) oder Deepavali (Diwali), dem Lichterfest (Okt./Nov.), ist Little India auf Penang noch lebendiger und bunter als sonst.

Wo ist Little India in Georgetown?

Das aufgeweckte und bunte Little India befindet sich im Zentrum von Georgetown, der Hauptstadt Penangs. Es besteht hauptsächlich aus vier Straßen, nämlich der Lebuh Queen, der Lebuh King, der Lebuh Penang und der Lebuh Pasar. Die Lebuh Chulia im Süden und die Lebuh China im Norden, gehören auch noch teilweise zum indischen Viertel.

Wie gefällt uns Little India in Georgetown?

In den über 2 Jahren, die wir bereits auf der Insel Penang wohnen, haben wir Little India schon unzählige Male besucht. Es ist kaum zu glauben, aber dieses farbenfrohe Viertel überrascht uns immer wieder aufs Neue. Auch heute haben wir beim Betreten dieses Teils von Georgetown noch das Gefühl, in einer indischen Stadt gelandet zu sein. Der Kontrast zur restlichen Stadt ist einfach so groß und macht diesen Ort wirklich besonders. Darüber hinaus haben wir uns von Anfang an in die indischen Gewürze verliebt. Regelmäßig führt es mich in das kleine Indien, um unseren Gewürzvorrat aufzustocken und damit herrliche Gerichte zu kochen. Little India auf Penang ist wirklich einzigartig und garantiert ein unvergesslicher Besuch.

Wir waren auch schon in Little India in Singapur. Das indische Viertel in Singapur hat auch so einiges zu bieten, beispielsweise verschiedene Einkaufsmöglichkeiten, einen Markt, interessante Gebäude und bunte Street Art. Mehr darüber, könnt ihr in unserem Blogartikel Little India in Singapur, lesen.

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2 Antworten

  1. Schon wieder so ein traumhaft schöner Artikel. Ich bin ganz HIN und WEG und das ist leider MEIN großer Fehler…. es ist soooooooooooooooooo weit WEG…. DAS WÄRE WAS FÜR MICH … da könntest du mich AUSSETZEN 😉 :-* bussale 😘 und Herzliche Gratulation und vielen Dank für diesen schönen BUNTEN Blogartikel..❤️ Andrea ❤️..Ps. TOLLE Bilder

    1. Schön, dass er dir gefällt. Ich glaube auch dass dir dieses nette, bunte Viertel gut gefallen würde. Da könntest du locker einige Stunden verbringen ohne dass dir langweilig wäre. Liebe Grüße aus der Ferne in die Ferne von uns 😘

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