Leben im Hotel – 80 Tage ohne zu Hause

Sicher hat jeder von euch schon die eine oder andere Nacht im Hotel verbracht und genossen. Aber ich sage euch, auf Dauer hört dann irgendwann das genießen auf und wird zu einem „wie lange noch?“

Wie ihr wahrscheinlich wisst, hatten wir unsere Wohnung komplett aufgegeben, und daher in Österreich die letzten 21 Tage im Hotel gewohnt. Das war gar nicht mal so übel, jeden Tag Frühstücken und Abendessen gehen. Nichts zusammenräumen oder abwaschen müssen. Naja sicher sind wir fast jeden Tag vom Hotel in unsere „noch“ Wohnung gefahren um alle möglichen Dinge zu erledigen, aber ansonsten war es ein echter Luxus.

Wir waren aufgeregt und voller Vorfreude, deswegen sind die 21 Tage dann mehr oder weniger echt schnell vergangen.

118 Serviced Apartments, Tanjung Tokong

118 Serviced Apartments Penang

Nachdem wir in Penang angekommen waren, war unsere erste Unterkunft ein Apartment im Island Plaza. Das Bett war für Rafael zwar 15 cm zu kurz, aber ansonsten war es ganz nett. Naja vielleicht sollte man noch erwähnen, dass die Fenster, nicht doppelt verglast waren, wie bei uns in Österreich, sondern nur einfach. Da sie auch noch auf die Hauptstraße zeigten, war es im Schlafzimmer nicht gerade leise. Des Weiteren wäre auch noch zu erwähnen, dass der Muezzin täglich mehrmals sang und noch nie etwas von Nachtruhe gehört hatte. Aber das alles war nicht so wichtig.

Die erste Woche hatte Rafael noch Urlaub. Alles war neu und einen Jetlag hatten wir auch noch. Wir unternahmen sehr viel und hielten uns sowieso kaum in dem Apartment auf.

Muntri Grove Hotel, Georgetown

Muntri Grove Hotel Penang

Das Muntri Grove Hotel, unsere zweite Unterkunft, war viel schöner. Wir bewohnten ein sehr buntes und geräumiges Zimmer mit Himmelbett und Moskitonetz. Jedes Zimmer hatte eine eigene Eingangstür und davor war ein kleiner Tisch mit zwei Stühlen. Man konnte also draußen sitzen und die Hauptmahlzeit von vielen Moskitos sein. Das Hotel hatte auch einen Pool in dem man sich abkühlen konnte und eine super Lage. Auch hier war eine Moschee nebenan, dass wussten wir schon bevor wir sie gesehen hatten.

Rafael hatte schon angefangen zu arbeiten und ich erkundete jeden Tag die Gegend. Zu Fuß sah ich mir ganz Georgetown an und spazierte einfach ohne Plan herum. Das mache ich übrigens sehr gerne, denn so findet man die spannendsten Dinge und lernt interessante Leute kennen. Ich kam mit dem Besitzer eines kleinen Souvenirladens ins Gespräch. Er erzählte mir viele wissenswerte Dinge über Georgetown und dessen Geschichte. Ich erzählte ihm, dass wir die nächsten drei Jahre auf Penang wohnen werden. Er schenkte mir einen Magneten für den Kühlschrank, mit den Worten „welcome to Penang“.

Am Abend war ich dann immer komplett erschöpft. An diese Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit, muss man sich erst mal gewöhnen, besonders wenn man aus dem Winter kommt.

G Hotel Kelawai, Georgetown

G Hotel Kelawai Frühstück

Nach dieser Unterkunft hatten wir uns dann für 8 Tage im 5 Sterne G Hotel Kelawai einquartiert. Dieses Hotel befindet sich in der Nähe des Gurney Drives und so war wieder alles neu und bereit erkundet zu werden. Jeden Tag wurden die Betten wunderschön gemacht und die ersten 3 Tage war es noch gar nicht so nervig, dass es mindestens fünf Mal am Tag an der Zimmertür klingelte und man jemanden „room keeping“ sagen hörte.

Das Hotel liegt zwischen zwei riesigen Shopping-Malls. Dem Gurney Plaza und dem Gurney Paragon. Für die zwei Malls muss man mindestens zwei Tage einrechnen um alle Läden einmal, zumindest von außen, gesehen zu haben. Aber dazu werde ich in einem anderen Artikel noch berichten.

Nach den ersten Tagen im G Hotel, hatte Rafael mal einen Krankenstand eingelegt, das hieß, wir verbrachten fast den ganzen Tag im Zimmer und mit der Zeit wurden die netten und übereifrigen Mitarbeiter die fünf Mal am Tag anläuteten doch etwas nervig.

Kimberly Hotel, Georgetown

Kimberly Hotel Penang

Vom Luxushotel ging es direkt in ein durchschnittliches 3* Hotel und das für die nächsten 21 Nächte. Das Zimmer im Kimberly Hotel war einen Hauch größer, als das Bett.  Außerdem konnte man im Badezimmer schwimmen lernen, nachdem einer von uns duschen war. Die Fenster, die eigentlich keine Fenster waren, sondern nur angeschraubte dünne Plexiglasscheiben, waren so schalldämpfend wie ein Sieb und die Fensterbalken die man nicht öffnen konnte, ließen einen nur schwer erahnen, ob es Tag oder Nacht war, wenn man es nicht wusste.

Das Hotel hatte einen Tag- und einen Nachtportier. Mit dem netten Portier, der die Tagschicht hatte, ganze 12 Stunden am Tag und das sieben Mal die Woche, unterhielten wir uns immer gerne. Er stammt aus Nepal und war sehr freundlich und hilfsbereit. Jeden Abend hielt er für Rafael einen Parkplatz frei, und das wussten wir, besonders in dieser Gegend, sehr zu schätzen.

Das Kimberly Hotel ist für einen kurzen Aufenthalt durchaus geeignet, aber nicht für 21 Tage. Mittlerweile waren wir hier schon 40 Tage in irgendwelchen Hotels und der Gang zum Waschsalon war für mich schon Routine geworden. Auch waren wir jetzt wieder im Zentrum und ich konnte somit wieder andere Ecken der Stadt erkunden.

Keine fünf Gehminuten vom Hotel entfernt gibt es drei Shopping-Malls. Die 1st Avenue Mall, die Prangin Mall und die Komtar Mall, sind durchaus sehenswert. Das Komtar Gebäude, ist das höchste Gebäude in Penang und hat ein Kaffee im 65. Stockwerk mit einer atemberaubenden Aussichtsblattform über die ganze Stadt.

Die Sehnsucht nach einem zu Hause

Aber ich muss euch sagen, mit der Zeit sehnt man sich einfach wieder nach einem richtigen zu Hause. Man will gar nicht mehr jeden Tag essen gehen. Man möchte auch mal was anderes anziehen, außer dem, was sich im Koffer befindet und vor allem möchte man den Koffer endlich einmal auspacken. Ich wünschte mir, dass die Zeit schneller verginge und wir endlich unsere neue Wohnung beziehen konnten. Ich hatte auch keine Lust mehr jeden Tag herum zu spazieren und auch die Shopping-Malls verloren bald mein Interesse.

Wie ihr euch vorstellen könnt, kann man sich bei diesen Temperaturen nicht sehr lange draußen aufhalten und schon gar nicht in der Sonne. Deswegen ging ich doch das eine oder andere Mal in die klimatisierten Malls und missbrauchte die Stiegen in den fünften Stock als Fitnessgerät.

Die letzten Tage verbrachte ich schon in voller Vorfreude damit, Dinge für unseren neuen Haushalt einzukaufen, die man hier in Georgetown bekommen kann. Denn hier gibt es sehr viele kleine Läden, in denen man fast alles bekommen kann. Man muss nur wissen, was man braucht und wie man danach fragt.

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